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Author: rsa@ebp.ch

Schritt 2: Gewässer ökol. Wert РReduktion

FRAGESTELLUNGHILFSMITTEL

Ist eine Reduktion des Gewässerraums geplant und ist sie möglich?

Planen Sie den minimalen Gewässerraum zu reduzieren, folgen Sie den Anweisungen unter Schritt 4.

 

Schritt 2: Gewässer ökol. Wert Рminimaler GWraum

FRAGESTELLUNGHILFSMITTEL

Ist der minimale Gewässerraum ausreichend?

Zur Bemessung des minimalen Gew√§sserraums nach Art. 41a GSchV kann bei WR-Kan√§len die aktuelle Sohlenbreite im Sinne einer urspr√ľnglich k√ľnstlich angelegten Sohlenbreite als nat√ľrliche Sohlenbreite angenommen werden.

Nachweis

Anhand des Resultats der Beurteilung der gew√§sser√∂kologischen Kriterien pr√ľfen Sie, ob eine Erh√∂hung des minimalen Gew√§sserraums erforderlich ist oder ob der minimale Gew√§sserraum nach Art. 41a GSchV ausreicht.

Schritt 2: Gewässer ökol. Wert Рgew.-ökol. Wert

FRAGESTELLUNGHILFSMITTEL

Weist der WR-Kanal einen gewässer-ökologischen Wert auf?

An WR-Kanälen im Nebenschluss ist ein Gewässerraum auszuscheiden, wenn der Kanal einen gewässer- ökologischen Wert aufweist. Der gewässer-ökologische Wert muss so gross sein, dass anzunehmen ist, dass ein Interesse der öffentlichen Hand am Fortbestehen des WR-Kanals besteht.

Nachweis

Um einen gew√§sser-√∂kologischen Wert nachzuweisen, f√ľhren Sie eine kurze Beurteilung des Zustands des WR- Kanals in Bezug auf die folgenden Kriterien durch:

  • Geschiebe- und Fischdurchg√§ngigkeit (Anzahl und Art der Bauwerke sowie Beurteilung der Durchl√§ssig- und Durchg√§ngigkeit. Ber√ľcksichtigung von allf√§lligen Massnahmen im Rahmen der Sanierung Wasserkraft)
  • Wasserzufluss und Abflussdynamik (Weist die Anlage einen gesteuerten Wasserzufluss auf und wird sie z.B. zu Unterhaltszwecken entleert?)
  • Habitat f√ľr aquatische Flora und Fauna (Vollst√§ndigkeit des lebensraumtypischen Arteninventars: Ist ein breites, ausgepr√§gtes biologisches Leben vorhanden oder besteht der Wert prim√§r aus ¬ęEinzelwerten¬Ľ (z.B. Rote-Liste-Arten?))
  • Gew√§sser√∂komorphologie (Die Daten sind bei einer Begehung vor Ort zu erheben)
  • Historische Situation (Historisch gewachsene verzweigte Flussmorphologie vs. k√ľnstlich angelegtes Gew√§sser)

Je positiver die f√ľnf Kriterien aus gew√§sser-√∂kologischer Sicht beurteilt werden, desto eher ist ein Gew√§sserraum auszuscheiden. Die f√ľnf Kriterien sind grunds√§tzlich gleich zu gewichten. Im technischen Bericht ist die Bewertungsmethode und das Resultat inkl. zum Verst√§ndnis notwendiges Bildmaterial nachvollziehbar darzulegen.

Schritt 2: WR-Kanäle РGewässer ökol. Wert РSchutzverordnung vorhanden

FRAGESTELLUNGHILFSMITTEL

Ist eine Schutzverordnung vorhanden?

Die Gew√§sserraumfestlegung an WR-Kan√§len im Nebenschluss soll nicht auf Grund spezifischer Schutzmotive (wie sie typischerweise f√ľr naturschutz- oder denkmalpflegerische Unterschutzstellungen ausschlaggebend sind) erfolgen, sondern dann, wenn die Anlage in einer gew√§sser-√∂kologischen Gesamtbetrachtung einen grossen Wert aufweist.

Sofern die Wasserrechtsanlage bereits mittels einer √ľberkommunalen oder kantonalen Schutzverordnung gesch√ľtzt ist und der rechnerisch minimale Gew√§sserraum vollst√§ndig innerhalb des Perimeters der Schutzverordnung zu liegen k√§me, kann auf die Ausscheidung eines Gew√§sserraums verzichtet werden.

Nachweis

Im Falle eines Verzichts muss der Nachweis erbracht werden, dass die Gewässerschutzinteressen bereits mit anderen Instrumenten (z. B. einer Schutzverordnung) sichergestellt sind.

F√ľr den Nachweis ist genau zu beschreiben, um was f√ľr eine Schutzverordnung es sich handelt, welche Schutzziele darin festgelegt sind und inwieweit mit diesen Schutzzielen die Gew√§sserschutzinteressen auch langfristig sichergestellt werden.

 

Schritt 2: WR-Kanäle РHWS-theoretische Behebung

FRAGESTELLUNGHILFSMITTEL

Lassen die Platzverhältnisse die Behebung des HWS-Defizits am Hauptgerinne theoretisch zu?

Anhand des in Schritt 3 (Erh√∂hung pr√ľfen) ermittelten Raumbedarfs aus Sicht HWS f√ľr das Hauptgerinne und der vorliegenden Platzverh√§ltnisse zwischen der Wasserrechtsfassung und -r√ľckgabe ist abzuw√§gen, ob zur Behebung des HWS-Defizits am Hauptgerinne der WR-Kanal als Entlastungskanal zur Behebung des HWS-Defizits dienen k√∂nnte.

Ist dies der Fall, kann von einem Interesse der √∂ffentlichen Hand am Weiterbestand der Anlage ausgegangen werden. Zur Sicherung des Raumbedarfs f√ľr eine m√∂gliche L√∂sung mit Hochwasserentlastungskanal ist der Gew√§sserraum am WR-Kanal gem√§ss der Vorgehensweise bei offenen Fliessgew√§ssern¬† resp. bei eingedolten Fliessgew√§ssern auszuscheiden.

Nachweis

Anhand des in Schritt 3 ermittelten Raumbedarfs f√ľr den Hochwasserschutz am Hauptgerinne und der baulichen Gegebenheiten ist zu begr√ľnden, inwiefern der WR-Kanal als Entlastungskanal zur Behebung des HWS-Defizits dienen k√∂nnte.

  • Gefahrenkarte
  • Informationen zu Wasserrechten k√∂nnen bei Bedarf beim AWEL, Sektion Gew√§ssernutzung eingeholt werden (marco.calderoni@bd.zh.ch).
  • Nutzungsplanung Gemeinden (Bezug bei der Gemeinde oder im √ĖREB-Kataster)

Schritt 2: WR-Kanäle РHWS-Defizit

FRAGESTELLUNGHILFSMITTEL

Weist das Hauptgerinne ein HWS-Defizit auf?

Anhand der Gefahrenkarte pr√ľfen Sie, ob das Hauptgerinne zwischen der Wasserrechtsfassung und -r√ľckgabe ein Hochwasserschutzdefizit aufweist.

Liegt kein Defizit vor, kann auf die Festlegung eines Gewässerraums am WR-Kanal verzichtet werden, sofern nachweislich kein gewässer-ökologischer Wert besteht.

  • Gefahrenkarte
  • Informationen zu Wasserrechten k√∂nnen bei Bedarf beim AWEL, Sektion Gew√§ssernutzung eingeholt werden (marco.calderoni@bd.zh.ch).