F√ľr die Bestimmung des Gew√§sserraumes betrachten Sie die einzelnen Gew√§sser abschnittsweise. Die Bildung der Abschnitte in Schritt 1 stellt daher eine wichtige Grundlage f√ľr die weiteren Arbeitsschritte zur Ausscheidung des Gew√§sserraumes dar.

Dokumentation

Die Gew√§sserabschnitte tragen Sie in der Excel-Vorlage ¬ęFestlegung Gew√§sserraum¬Ľ ein, in der auch alle folgenden Schritte mit den erforderlichen Nachweisen und Zwischenresultaten dokumentiert werden m√ľssen.

Pro Gemeinde wird ein Dokument gemeinsam mit dem Schlussdossier beim Kanton eingereicht.

Grunds√§tze f√ľr die Abschnittsbildung

Als zentrale Grundlage f√ľr die Abschnittsbildung dient die Karte der Gew√§sser-√Ėkomorphologie des Kantons Z√ľrich. Sie enth√§lt Angaben zu folgenden Kriterien, die f√ľr die Bemessung der Gew√§sserraumbreite und damit f√ľr die Abschnittsbildung massgebend sind:

  • √Ėkomorphologie¬†(von nat√ľrlich/naturnah bis k√ľnstlich/naturfremd oder eingedolt).
  • Gerinnesohlenbreite
  • Breitenvariabilit√§t

Die Breite der Gerinnesohle aus der Gew√§sser-√Ėkomorphologie des kantonalen GIS-Browsers muss zwingend anhand des Katasterplans √ľberpr√ľft werden. Falls diese beiden Angaben sehr unterschiedlich sind, sollte eine Messung vor Ort vorgenommen werden.

Ebenso ist die Lage der Gew√§sserachse gem√§ss dem Plan der √∂ffentlichen Oberfl√§chengew√§sser und der Wasserrechtskan√§le (kantonaler GIS-Browser) zwingend mit dem digitalen H√∂henmodell (kantonaler GIS-Browser) und dem Katasterplan (kantonaler GIS Browser) abzugleichen. Bei grossen Abweichungen ist die Gew√§sserachse anhand des Katasterplans und des digitalen H√∂henmodells durch den Planungstr√§ger neu zu konstruieren und die neu konstruierte Achse als Grundlage f√ľr die Gew√§sserraumausscheidung zu verwenden. Das digitale H√∂henmodell weist die beste Genauigkeit auf.

Verf√ľgt die Gemeinde √ľber einen aktuellen Werkleitungskataster, ist die Lage der Eindolungen gem√§ss AV-Daten mit dem Werkleitungskataster abzugleichen. Der Werkleitungskataster weist in der Regel eine bessere Lagegenauigkeit auf.Weitere Kriterien f√ľr die Abschnittsbildung sind:

  • Gefahrenbereiche gem√§ss Naturgefahrenkarte
  • Revitalisierungspotenzial gem√§ss kantonaler Revitalisierungsplanung
  • Eindolungen
  • Abst√ľrze
  • Nutzungszonen, Schutzgebiete (z. B. BLN)
  • Wechsel (√úbergang) Siedlungsrand / Siedlungsgebiet
  • Siedlungsstruktur (bei angedachter Reduktion im dicht √ľberbauten Gebiet)

Bei Durchlässen wird in der Regel empfohlen, keine neuen Abschnitte zu bilden.

Die Bildung der Abschnitte ist wie die gesamte Gewässerraumausscheidung ein iterativer Prozess.

VORLAGEHILFSMITTEL