Grundsätzlich existieren drei mögliche Verfahren zur Festlegung des Gewässerraums.

Vereinfachtes Verfahren (siehe Grafik)

In der Regel kommt das vereinfachte Verfahren zur Festlegung des Gew√§sserraums zur Anwendung. Je nachdem ob die Gemeinde oder der Kanton f√ľr ein Gew√§sser zust√§ndig ist, ist der Ablauf leicht unterschiedlich. In beiden F√§llen werden betroffene Grundeigent√ľmerinnen und Grundeigent√ľmer im Rahmen der √∂ffentlichen Auflage informiert und k√∂nnen Einwendungen machen.

Wenn der Gew√§sserraum vom Kanton grundeigent√ľmerverbindlich festgelegt worden ist und keine Rekurse eingegangen sind, wird er rechtskr√§ftig und in der kantonalen Gew√§sserraumkarte unter maps.zh.ch publiziert. Er ist somit jederzeit √∂ffentlich einsehbar.

Bis der Gew√§sserraum rechtskr√§ftig festgelegt ist, gelten f√ľr den Abstand von Bauten und Anlagen zum Gew√§sser die √úbergangsbestimmungen der Gew√§sserschutzverordnung. Die √úbergangsbestimmungen sehen in der Regel gr√∂ssere Abstandsvorschriften vor als der Gew√§sserraum.

Festlegung des Gewässerraums im Rahmen eines nutzungsplanerischen Verfahrens

Bei Planungsvorhaben, die durch die Übergangsbestimmungen der Gewässerschutzverordnung stark eingeschränkt sind oder die einen starken sachlichen Bezug zu den Gewässern aufweisen (z.B. Revision der Gewässerabstandslinien), kann die Festlegung des Gewässerraums auf Antrag der Planungsträger im Rahmen eines nutzungsplanerischen Verfahrens (Revision Bau- und Zonenordnung, Gestaltungspläne) vorgezogen werden.

Festlegung des Gewässerraums im Rahmen von Wasserbauprojekten

Bei Verfahren zur Festsetzung von Wasserbauprojekten muss gleichzeitig auch der Gewässerraum festgelegt werden.

Merkblatt „Festlegung des Gew√§sserraums“

Verfahren

Ablauf vereinfachtes Verfahren